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Was sind die Wirkungen der VisionsSuche?

Die CreaVista VisionsSuche ist ein modernes Initiationsritual. Es verbindet in sich die traditionellen Ansätze indianischer Schamanen Nordamerikas, hawaiianischer Heiler und archaischer Modelle der Kelten und Germanen, sowie moderne Ansätze der spirituellen u. transpersonalen Psychologie, der systemischen Tiefenökologie und der aktuellen Erlebnis- bzw. Abenteuerpädagogik. Die starken und nachhaltigen Wirkungen ergeben sich unter Anderem aus folgenden Faktoren:

Isolation:
die Wirkungen von Isolation (Abtrennung von direktem Kontakt zu anderen Menschen)  waren schon in frühester Zeit bekannt. Ist die Zeit des Alleinseins selbstgewählt und gut vorbereitet, hat sie besonders starke Effekte. Das Individuum kann seine eigenen Grenzen sehr gut erfahren, sich dadurch selbst klarer definieren. Die Beziehung zwischen »Selbst« und »Nicht-Selbst« wird verdeutlicht. Isolation wirkt also in Richtung Selbstdefinition, Autonomie und Individuation.

Fasten:
der freiwillige Verzicht auf Nahrung öffnet die Sinne für den dahinter liegenden Hunger nach Schönheit, Sinnerkenntnis, Zugehörigkeit, Gemeinschaft und liebevoller Zuwendung. Fasten ist ein heilsamer Vorgang an sich und trägt die Selbstwahrnehmung über übliche Begrenzungen hinweg. Über die sinnlich-körperliche Wahrnehmung des Essens-Hungers hinausführend werden die Sinne wach und quasi gereinigt von der Fixierung auf das Alltägliche, des Suchens nach Essen, Trinken und Befriedigung der ausufernden Konsumbedürfnisse.

Ausgesetzt Sein:
Die Erfahrung, mit der wilden Natur in unvermitteltem, intimen Kontakt zu sein, ist ein Schock für uns »Zivilisierte«. Das eigene Leben wird in einem Kontext sichtbar, der die grundlegenden Lebensgesetze erkennbar macht: geboren werden, leben und sterben sind in ihrer naturgemäßen Verwobenheit deutlich vor aller Augen. Das Spiel der Naturkräfte geht nicht mehr durch den Filter der Zivilisation und der ihr eigenen medialen Vermittlung. So kommt das Individuum in unmittelbare Berührung mit dem, was wir »das Wilde« nennen und kann sich nicht mehr vor der Wildnis in sich selbst verstecken.

Matrix des Wilden:
Ohne zivilisatorische Hüllen, die unnötig sind, wenn wir uns in unserem eigenen inneren Zentrum finden, sind wir sinnlich, sensibel und zugleich wild und zart. Wildnis ist Unschuld. Sie ist unser aller Anfang und wird auch das ende bestimmen. Wildnis bedeutet auch, die Kontrolle verlieren, oder besser: erkennen, dass wir sie nie hatten. Wer beim VisionsSuche draußen sitzt, wird von der großen Kraft des Wilden umflossen, berührt und durchtränkt. Die große Matrix der Erde bietet ihre gestalterischen Dienste zur Neugestaltung des Individuums an...

Ritualisierung:
Die achtsame Begleitung durch ein bewusst gestaltetes Ritual schafft einen Raum der Würdigung. Das Geschehen wird durch etwas Festliches, eine deutliche Erhöhung der Aufmerksamkeit wichtig. Wenn, wie hier,  ein Ritual gewählt wird, das schon eine sehr lange Zeit so angewendet wurde und einen zentralen Platz bei den sozialen Integrationsbemühungen der Gemeinschaften, die es verwendeten, innehatte, gewinnt das darin gemeinte Individuum eine besondere Ehrung und Wertschätzung seiner Person. Der Sozialorganismus drückt durch ein solches Ritual seine hohe Anerkennung aus.

Zwang zur Selbstbesorgung:
Durch das Allein-Gelassen-Sein in der Wildnis wird das Individuum gezwungen, all seine Besorgungen und die Erfüllung seiner Bedürfnisse allein und vollständig »autonom« zu gestalten. Dabei werden fundamentale Abhängigkeiten von der Natur als Basis allen irdischen Lebens offenbar. Dieses Leben in der Einfachheit zeigt exemplarisch, was wirklich wichtig ist. Selbstbesorgung wird so zu einem Motor für Selbstverantwortung, macht erlebbar, was das bedeutet.

Herausforderung zur Selbstreflexion:
Die Unmittelbarkeit der Naturerfahrung verweist den Menschen unausweichlich nach innen: dorthin, wo Gefühle, Emotionen und Gedanken in Widerspruch und Kampf miteinander liegen. Erinnerung und Konfrontation mit der erlebten Vergangenheit spielen eine große Rolle. Das Individuum fragt sich selbst: wie, und wodurch bin ich das geworden, was ich jetzt bin? Wie sehen meine Beziehungen aus und was sind die Ergebnisse meines Handelns? Die Arbeit mit einem Tagebuch schafft eine ureigene »Geschichte«, diese wiederum führt auf die Spur des persönlichen Mythos. Wer bin Ich?