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Der Aufbau des VisionsSuche-Rituals

Mit Hilfe einer Aufgabenmappe bereiten sich die Teilnehmer zuhause auf die Visionssuche vor. Der VisionsSuche für Erwachsene dauert 12 Tage. Nach der Vorbereitung im Camp (4 Tage) ziehen wir uns zum Fasten in die Abgeschiedenheit der Berge zurück. Jeder verbringt dort weitere 4 Tage alleine auf einem selbstgewählten Platz. Das Team der Begleiter sorgt für die notwendige Sicherheit (Basislager). In einer anschließenden Zeit der Würdigung (4 Tage) wird das Erlebte integriert. Für den Jugend-VisionsSuche gelten andere Zeitspannen.

Wir haben dafür einen besonders ursprünglichen Ort in den Bergen Norditaliens ausgewählt. Hier leben wir auf einem urigen Zeltplatz im Wald.

Das VisionsSuche-Ritual folgt grundsätzlich immer dem selben Schema:

Trennungsphase:

In den ersten Tagen werden wir Dich in der Gruppe durch Gespräche und Übungen individuell dabei unterstützen, Deine Motive, Ziele und derzeitige Lebenssituation zu klären. Wir begleiten Dich behutsam dabei, mit Deinem Inneren in Kontakt zu kommen - Regeneration, Klarheit, Deine eigene Lebensvision zu finden. Wir erklären genau die praktischen Details für die Zeit alleine. Gute Vorbereitung ist uns wichtig.

Schwellenritual:

AlleinSein, Fasten und das Ritual sind zentrale Elemente des VisionsSuche. Es bedeutet eine intensive Inventur des bisherigen Lebens. Jeder gestaltet und durchlebt diese Tage und Nächte in der Wildnis individuell, auf sich selbst gestellt. Ausgerüstet mit Rucksack, Schlafsack, Isomatte und einer Plane als Regenschutz.

In der letzten Nacht beendest Du symbolisch Deinen vergangenen Lebensabschnitt. Bei Sonnenaufgang beginnt das Leben neu.

Wiedereingliederung:

Nach der Rückkehr ist Zeit, sich auszutauschen. Das Gespräch ist ehrlich und ungeschminkt. Die Erlebnisse werden in der Gruppe zeremoniell reflektiert und verarbeitet. Wir achten dabei auf Zeichen der Natur. Die Weisheit der Wildnis und der alten Überlieferungen hilft uns, zu verstehen. Neue Lebensentwürfe für den nächsten Lebensabschnitt werden sichtbar, erste achtsame Schritte gegangen. Aus tiefer Berührung wächst Mut, Vertrauen und Lebensfreude.