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Goldene Weisheit Fliege

Jugend-VisionsSuche

Ich habe einen Platz gefunden. Einen Platz, an dem ich mich warm und geborgen fühle. Ruhe. Nicht völlige, da ich Kuhglocken höre, aber Ruhe vor den Menschen und dem anstrengenden Aufmarsch! Langsam komme ich in meditative Stimmung, bin aber zu müde um wirklich zu meditieren. Im übrigen ist es viel zu dämmrig. Es ist gerade eine etwas abstrakte Vorstellung für mich, dass ich die nächsten 2 ½ Tage alleine verbringen werde. Ohne Kontakt mit anderen. Bisher war es keine Frage und keine Angst vor dem allein sein, Angst habe ich auch nicht, aber irgendwie spüre ich ein bedrängendes Gefühl in mir. Doch ich fühle mich wohl und freue mich morgen aufs Aufwachen.
Der Himmel ist wunderschön gerötet. Es wird gleich dunkel sein. Ich bin müde. Mein Baum unter dem ich schlafe wird mir Schutz und Geborgenheit bieten ...
Vertrauen, Akzeptanz, Toleranz ... Innere Ruhe

Das war meine Morgenerkenntnis. Wird diese drei Eigenschaften besitzt, hat die innere Ruhe. Und ich denke, diese Ruhe ist die schönste Eigenschaft, die man haben kann. Sie gibt eine wunderbare Ausstrahlung. Wer innere Ruhe besitzt, kann diese nach außen hin abgeben, gleichzeitig viel Power und Freude. Diese können durch Unruhe eingeschränkt werden, da man den Kopf nicht frei hat. Wer kein Vertrauen in sich selbst und andere hat, bekommt ein Mißtrauen das einen an der Ruhe hindert, da der Kopf voll mit Ängsten ist. Ebenso ist es mit der Akzeptanz und Toleranz. Akzeptiert oder toleriert man zu vieles nicht, so denkt man ständig darüber nach und bildet ständig Gegenenergien. Man bildet ununterbrochen eine Contrahaltung, die einen nicht glücklich werden lassen kann- die innere Ruhe fehlt. Ruhe heißt für mich nicht, dass ein Mensch den ganzen Tag nur rumhängt. Ruhe besitzt unglaublich viel Energie und Power. Jede Menge Freude, Spaß und Gelassenheit. Entspannung und Weisheit.

Auf das Schema bin ich durch eine Fliege gekommen. Ich bin mit der Sonne aufgestanden, um den Morgen zu genießen. Ich habe einen Hügel gefunden, der wie ein Altar wirkt. Dort habe ich den Sonnengruß gemacht. Danach habe ich mich hingesetzt, gelegt, gestellt. Es war wunderschön die Wärme der Sonne im Gesicht zu spüren, die sich im ganzen Körper verteilt hat. Ich konnte die Augen schließen und ganz in mir sein. Ich habe mein Gesicht ins Gras gelegt und gerochen. Wunderbar! Und dann kam eine Fliege und hat sich auf meine Hand gesetzt. In einem Moment der völligen Ruhe. Ich habe mich riesig gefreut, sie gab mir etwas Gesellschaft. Ich beobachtete sie. Sie beschnüffelte und probierte mich. Im normalen Alltag würde man diese Fliege wegfitschen. Ich habe mich aber über sie gefreut. Ich wollte ausprobieren, was passiert wenn ich meine Hand nun bewege. Ein wunderbares Phänomen, denn sie blieb! Ich bewegte sie stärker, doch die Fliege verweilte. Ich habe durch mein Vertrauen und meine Akzeptanz eine Ruhe ausgestrahlt, die wiederum der Fliege Vertrauen gab zu bleiben. Eine wunderbare Erfahrung, die mich lehrt die Natur mehr zu achten.

Ansonsten fällt es mir merkwürdiger Weise unheimlich schwer, in mich zu gehen, mich fallen zu lassen. Ich bin doch mit diesem Vorhaben hier her gekommen. Wieso ist es jetzt so schwer?
Ich habe jetzt erst mal alles organisatorische gemacht. Holz holen, Lager fertig bauen und ich schnitze viel. Vielleicht liegt es an der Sonne, die nicht scheint. Bei Kälte kann ich mich nicht lockern. Denn in der Morgensonne klappt es an auch. Ich bin ein Sonnenmensch! Und momentan ist es eben bewölkt. Eben gab es die stärksten und lautesten Donner, die ich jeh gehört habe. Ich bin müde und schlafe ein bißchen.... ich schlage auf einem Ameisenhaufen!
An meinen Fußenden sind tausende von Waldameisen. Als ich aufgewacht bin, habe ich mich voll gefreut, weil ich nicht alleine bin. Gerade die Ameise, wo ich schon vor dem Aufstieg gesagt habe, dass ich bestimmt mit Ameisen reden werde. Mir scheint, der Stamm hat mich akzeptiert- Danke !

,Ameise, kleine Ameise,
Du bist so flink und schlau,
Du hast Deinen Instinkt.
Unbändige Kraft,
die Dich niemals halten lässt.
Du besitzt die mir fehlende Konsequenz,
bist immer auf der Hut.
Du hast die Augen offen,
gehst klar durch die Welt.
Du hast keinen Anspruch,
überschreitest Deine Grenzen.
Du lebst mit so vielen,
und bist doch für Dich ganz alleine.
Du, kleine Ameise!
Ich verneige Mich vor Dir.
Ich bewundere Dich, ich achte Dich.
Mein Respekt vor Dir ist Grenzenlos!

Ich habe geschlafen. Das hat mir Kraft gegeben. Aber momentan bin ich kraftlos, weil ich Hunger habe. Aber es geht mir gut und ich fühle mich wohl. Das alleine sein fällt mir nicht mehr so schwer, es ist sogar angenehm. Allerdings kann ich viele von den anderen von meinem Lager aus sehen, und schaffe es kaum sie zu ignorieren.
Ich hatte beim Holz holen eine blöde Begegnung mit einem Mann, den ich nicht kannte. Ich stand an einem Baum und plötzlich lief dieser Typ in mein Blickfeld. Ich sah, dass er mich beobachtet hat. Daraufhin habe ich mich versteckt, weil mir diese Begegnung unangenehm war. Und auf einmal stand er neben mir, ganz dicht! Ich bin so schnell es ging abgehauen und habe mich hinter einem Berg versteckt, damit er mich nicht sehen kann. Eine riesen Angst war in mir. Ein starkes Gefühl von Bedrängnis verbreitet sich in mir. Und dann kam ein weiterer Mann, der mich nochmals erschreckte. Ich bin mit meinen sowieso schon sehr geringen Kräften hochgeeilt zu meinem Lager und brauchte erstmals Zeit zum klar werden. Eine seltsame Begegnung. Erst fühlte ich ein Bedrängnis, weil ich allein bin, und dann, weil ich Menschen sehe. Es war wohl der Schreck darüber einen fremden Menschen in dieser Einöde zu sehen, und die Tatsache dass es ein Mann war.
Es fällt mir immer noch schwer, mich auf ein Ding zu konzentrieren, zu meditieren. Wenn ich versuche mich auf eine Sache zu konzentrieren, wandern meine Gedanken zum nächsten. Das stört mich. Vielleicht klappt es ja morgen mal, und im schlimmsten Fall erst morgen Nacht!

Es gibt Momente, in denen ich gar nichts denke z.B. beim schnitzen. Mein Kopf ist völlig leer. Das ist aber auch eine Art von anderem Bewusstsein. Ich kann in der »Wiese« liegen und an gar nichts denken!
Völlige Leere, Tabularasa!

Mein letzter Tag
,Ich war die ganze Zeit sehr, sehr schwach. Doch immer, wenn ich meinen Indianer aus Stein am anderen Berg sehe, bekomme ich Kraft. Die Luft und der Blick in die Unendlichkeit der Berge gibt mir Power um das durchzustehen. Der Morgen was umwerfend. Morgens, wenn die Sonne scheint kann ich mich immer am besten selbst finden. Heute habe ich das Gefühl gehabt, als hätte ich für einen Moment tatsächlich meine Innere Mitte gefunden. Ich habe den Sonnengruß gemacht und ein bißchen meditiert. Danach bin ich in die Hocke gegangen und habe meine Arme auf meine Knie gestützt. Ich bin völlig in Trance gekommen. Ich habe meinen Körper kaum noch gespürt, mein Gleichgewicht um auf den Füßen zu bleiben kam wie von selbst. Ich war ganz leicht – Ein himmlisches Gefühl. Außer dieser Erfahrung, mal wieder morgens habe ich leider keine Meditationserlebnisse mehr gehabt. Es ist ein bißchen Schade. Aber ich kann es akzeptieren, es sollte wohl so sein. Ich war allerdings trotzdem die ganze Zeit in einer Art Trance. Das Essen, die Schlappheit durch den Hunger und das alleine sein hat mich doch in eine andere Art von Körpergefühl gebracht. Ein bißchen benebelt, aber vollkommen klar. Schön !

Mein Steinkreis wurde mit sehr viel Behutsamkeit errichtet. Jeder große Himmelsrichtungsstein wurde einzeln getragen und ihm wurde eine Person zugeteilt. Und dann noch in die großen Zwischenräume alle Emotionen , die mein Leben durch fahren haben. Ich bin sehr zufrieden mit ihm und ich finde ihn wunderschön. Die Steine haben meine letzten Kräfte erfahren, jedem wurde mind. Eine halbe Minute Atempause gespendet. Jetzt bin ich unendlich müde und werde ein wenig Schlaf nachholen für die Nacht ...
Ich sitze im Steinkreis. Alleine, nur mit mir selbst. Ich habe Hunger und male mir leckere Speisen aus, die ich morgen essen will. Ich freue mich sehr auf die anderen, sie wieder in den Arm zu nehmen, mit ihnen zu kommunizieren. Insektenkommunikation ist zwar wirklich interessant, aber Menschen dann doch wichtig!
Mein Feuer brennt. Ich werde gleich beginnen meine Vergangenheit darin zu verbrennen. Der Mond geht gleich auf, ENDLICH, es wird heller. Die wunderschöne Mondin ist die, die mich jetzt zum Lachen bringt! Aloah!
Die Sterne sind unglaublich schön, eine kraftvolle Nacht, und ich alleine hier. Ich kann manchmal die Feuer der Anderen sehen, das gibt mir ein Gefühl von Sicherheit. Ich habe keine Angst im Dunkeln. Das ist Besonders!

Ich bin eingeschlafen. Eingeschlafen mit dem Gedanken an den Tod. Ich konnte es mir gut vorstellen, weil ich schon einmal davon geträumt habe. Und aufgewacht bin ich, als ein ganz bißchen hell wurde: Welch eine Freude!« Ich bin aus meinem Schlafsack rausgekrochen, obwohl es saukalt war. Ich war dem rötlichen Schimmer entgegengerichtet. Ich begann zu singen, konnte jedoch kaum einen Ton herausbringen, weil ich voller Herzenslust geweint habe. Vor Glück, Glück, weil ich noch Lebe, Glück, weil ich es geschafft habe, Glück weil, ich die Schreie der andern gehört habe. Es war eine unglaubliche Energie in der Luft. Der Blick einmal in der Reihe herum ist unglaublich. Pepe steht oben auf dem Berg. Es sieht sehr ästhetisch aus! Alle zusammen haben wir eine riesige Kraft. Denn wir alle freuen uns gemeinsam über eine Sache. Jetzt ist jeder für sich alleine, und doch ist die große Verbundenheit da.
Als ich den Steinkreis betrat, wusste ich, dass ich nun die ganze Nacht darin verbringen werde. Ein seltsames Gefühl, aber O.K. Der Steinkreis hat mich geschützt. Der Schlaf am Mittag hat gut getan. Ich war voller Kraft. Ich habe ganz lange den Sonnenuntergang beobachtet und mich langsam auf die Nacht vorbereitet. Nie zuvor habe ich den Sonnen- und Mondlauf so stark beobachtet. Man geht mit der Sonne ins Bett und steht mit ihr aus. Die Sonne gab mir die Möglichkeit mich fallen zu lassen. Der Mond gab mir die Kraft und hielt meinen Blick warm.

Und nun sitze ich hier und warte auf die Sonnenstrahlen, die mich endlich aufwärmen. Die Sonne dürfte demnächst aufgehen, hinter den Bergen. Dann baue ich ab und mein VisionsSuche ist vorbei. Es war eine kaum zu beschreibende Zeit. Voll mit allen Emotionen. Die, die ich auch im Steinkreis hatte. Voll mit vielen Gedankengängen und Wegen. Jetzt fängt ein neuer Lebensabschnitt für mich an. Ich habe das alte hinter mir gelassen. Die Natur ist voll von vielen Energien. Ich durfte einige Erfahren, und meine in ihr hinterlassen.
Meine Vergangenheit ist im Feuer hinterlassen. Das Feuer ist meine Seele, es hat meine Vergangenheit aufgenommen. Sie bleibt mir erhalten, aber verarbeitet. In einer anderen Form, als Asche bleibt mir mein Holz in guter Erinnerung. Positives und Negatives. Ich fühle mich leichter!

Die Erde ist mein Körper. Sie wird sich mit der Asche vermischen und in sich einschließen. Meine Vergangenheit geht zurück zur Mutter Erde, sie nimmt sie wieder zurück und schafft Platz in meinem Körper für neues. Das Wasser ist mein Blut. Davon habe ich mich 3 Tage lang genährt und gelebt. Es hat mir Kraft gegeben, mit jedem Schluck. Ich werde das Grad der Feuerstelle damit wässern, so wird auch mein Blut mit der Vergangenheit hinterlassen. Es bläst Asche und Erde eins werden. Die Luft ist mein Atem. Ich habe mit jedem Ausatmen Gefühle und Erfahrungen in die Luft abgegeben. Die Alpen nehmen sie auf und reinigen Sie . Jeder Einatem lässt mich neue Kraft schöpfen. Meine Luft kommt mit dem neuen Abschnitt.
Ich bin ausgeglichen, irgendwie gereinigt. Ich fühle mich frei!

ERDE MEIN KÖRPER,
WASSER MEIN BLUT,
LUFT MEIN ATEM
UND FEUER MEINE SEELE
Ich bin Glücklich! Danke, Natur!

Nach der VisionsSuche
Ich hoffe, ihr könnt etwas mit meinen Geschreibsel anfangen. Macht, was ihr wollt damit. Und nun zu meinem Wohlbefinden:
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Ihr habt so viel in mir bewegt, gelöst und geklärt. Es ist unglaublich, was bei mir abgegangen ist! Und es geht mir so gut dabei, ich bin so glücklich.
Ich habe es geschafft, die Energie und Kraft, die ich bei dem Seminar bekommen habe, in meine Welt, mein Umfeld, den Alltag mitzunehmen! Ich trete völlig anders, mit einem ganz anderen Körper- und Geistgefühl auf.
Die Rückfahrt, erst mit dem Zug war ein Schock! Die Zivilisation war der Horror! Das Straße überqueren hat mir Angst gemacht – und ich konnte erst gar keine Toleranz für die Touristen in Friedrichshafen finden. Bei der Autofahrt haben wir stundenlang zu dritt Gedanken- und Erfahrungsaustausch gemacht. Das tat gut, ich hatte aber den Kopf noch ziemlich voll mit Dingen, die noch nicht ganz für mich auf dem Berg geklärt waren, und so war ich doch auch noch sehr mit mir selbst beschäftigt, was ich momentan sogar noch intensiv tue. Auf dem Berg habe ich mich sehr wenig mit mir selbst beschäftigt, was ja eigentlich mein Vorhaben war. Dafür hat mir die Zeit einen Anstoß gegeben, mich jetzt mit mir selbst, meinen Gedanken und Gefühlen, zu beschäftigen.

So langsam entdecke ich Dinge an mir und meinem Umfeld, die mir jetzt klarer werden, die ich anders oder neu sehe und deute. Ich habe es endlich geschafft . ich habe endlich die Toleranz in mir gefunden, die ich gesucht habe. Nach Italien war sie gestärkt. Jetzt ist sie kraftvoll und sprudelt. Ich begegne den Menschen in der Schule anders, gehe neu mit ihnen um und kann sie nehmen wie sie sind. Ich habe einen sehr starken Reifeprozess begonnen, der vor 3 Wochen am rotieren war. Ich komme langsam auf eine ruhigere Ebene. Ich betrachte mich, was sich in mir in dieser Zeit getan hat. Ich habe die stärkste Veränderungsphase meines kurzen Lebens erlebt. Ich habe mich irgendwie selbst gefunden. Ich weiß, ich werde noch viele Selbstfindung und Reifeprozesse durchlaufen, aber diese ist jetzt da, und es ist erstaunlich schön, endlich mal einen so starke Veränderung an mir selbst, und nicht an anderen, feststellen und beobachten zu können.
Ich habe so viel Energie. Körperlich und geistig. Und ich merke, dass ich diese auf andere Mitmenschen übertrage. Mein Auftreten ist ganz anders Meine Haltung ist gerader und aufrechter, ich fühle mich geöffnet. Meine Augen sind weiter als sonst. Ich kann Fremden in die Augen sehen, und ein lächeln herausreizen. Ich bin offen und wach! Ich laufe klar durch die Welt. Die Erkenntnisse auf dem Berg waren schon so aufwühlend und bewegend. Und jetzt kommt die Welle danach. Es ist so erfüllend! Meine innere Ruhe habe ich noch nicht ganz. Es wird noch eine Weile dauern bis dahin. Ich bin aber auf dem besten Weg dahin. Denn ich denke Vertrauen, Akzeptanz und Toleranz habe ich schon in ganz guten Mengen. Jedoch fehlen mir manchmal noch die klaren Gedankengänge über mich selbst. Mein Kopf ist sehr stark beansprucht, durch starkes nachdenken über »Gott und die Welt«. Ich bekomme in meiner Veränderung durch Freunde viel Bestätigung, Bestätigung die ich auch von Euch bekommen habe. Und das tut gut! Das gibt mir noch mehr Kraft. Dazu kommt noch, dass wir in der Schule viele philosophische, menschlich und gesellschaftliche Themen durchnehmen, die mich noch mehr zum Nachdenken anspornen. Ich war wirklich am rotieren. Aber es war superangenehm. Ich bin so dankbar allen und allem, was mir bei meiner Veränderung hilft. An Euch sage ich DANKE.
Ihr habt ein super Team aufgestellt, einen schönen Platz gesucht und ihr wart einfach ganz mit Euch dabei: Euer Team war voll mit sehr starken Menschen, die mir viel geben konnten.

Vor einiger Zeit hat mir die Natur einen absoluten Kick gegeben. Es war ein Kick, den ich mir eigentlich auf dem Berg gewünscht habe. Der Wind war gigantisch! Er hat nicht nur die Blätter und Bäume, sondern auch mein Herz aufwirbeln lassen. Ich bin durch den Wald gerannt, habe gesungen, war voller Euphorie. Es hat geregnet und die Sonne hat gleichzeitig geschienen. Der Regen im Wald war so schön.
Mein Herz hat wild geschlagen, und doch war ich voller Ruhe. Ich war ein Teil der Natur. Ich hätte sie aufsaugen können, gigantisch! Ich glaube vor der Visions Suche wäre mir ein solches Erlebnis nicht passiert. Denn ich achte jetzt bewusst auf Zeichen der Natur, und auf mein inneres Gefühl. Ich habe eine Art 2. VisionsSuche gemacht, auf eine ganz andere Art. Das, welches ich mit euch erlebt habe, war damit ich die Natur besser verstehen kann, und um Dinge in mir zu wecken, die geschlafen haben. Es hat das jetzige VisionsSuche herausgereizt. Dieses ist für mein ICH: Für meine Gedanken und Einstellungen. Ich entdecke mich, nehme mich bewusster wahr und beobachte Beziehungen zwischen Menschen mit einer noch größeren Leidenschaft als vorher. Ich lebe! Mit all meinem Herzen, mit voller Hingabe. Ich glaube diese Phase könnte ich nicht durch das allein sein erfahren, sondern in gewohnter Umgebung, in der Zivilisation und Gesprächen mit Freunden. Ich kann meine Gefühle nicht in Worte fassen, es ist vielleicht auch nicht nötig. Aber ich bin schlicht und einfach von oben bis unten gefüllt mit Glück. Helen, Dir möchte ich noch sagen, dass mir Dein Rat für das Ritual der Weiblichkeit auch geholfen hat. Ich glaube, ich fühle mich jetzt weiblicher. Runder, weicher, einfach eine Frau. Ich kann mit meiner Menstruation anders umgehen. Offener und mit mehr Akzeptanz. Ich möchte mich als Frau zeigen, mit allem was dazu gehört. Mit dieser Akzeptanz kann ich leichter und unbeschwerter als Frau leben. Ein schönes Gefühl. Danke, für den schönen weiblichen kräftigen Rat.

Eure Arbeit ist wichtig und ihr macht sie gut. Ich wünsche allen Jugendlichen einmal eine solche Erfahrung zu machen. Ich habe vielen Freunden von meinen Erfahrungen erzählt. Ich habe dies mit großer Begeisterung getan, und diese auf sie übertragen. Ihre Augen leuchteten richtig beim zuhören, weil ich selbst so tief mit meinen Gefühlen drinstecke. Ich habe bei vielen die Lust darauf geweckt, was sie daraus machen bleibt ihnen selbst überlassen. Genauso ist es jedem selbst überlassen ob er aus einer VisionsSuche lernt oder nicht. Ich denke es kommt immer darauf an, mit welchem Bewusstsein man daran geht. Ich denke, mein Bewusstsein ist dabei sehr groß. Dieses zeigt mir sehr viel, mit dem ich durchs Leben gehen kann. Ich beginne mein Umfeld zu kritisieren, was ich früher nicht so stark gemacht habe, aus Angst jemanden zu verlieren. Aber das Vertrauen in Menschen wächst. Und meine SelbstBewusstsein ist so groß, dass ich nicht abhängig, oder nicht zu abhängig von anderen bin. Mich nervt die Kifferei ein bißchen, das erste Mal seit 5 Jahren. Und jetzt bekomme ich immer mehr Lust mit klare Menschen in Kontakt zu treten. Mal sehen, was sich ergibt. Ich bin gespannt auf mein leben, auf mich und die Menschen die ich liebe!
Ich habe übrigens noch Kontakt zu Ken (viel) und Niko (ein bißchen), und höre über sie auch mal was von Thorsten.

So. Ich wünsche euch noch ganz viel Erfolg mit eurer Arbeit, macht weiter so. Aber am meisten wünsche ich euch Liebe, Wärme und ganz viel Glück damit ihr auch weiterhin so viel davon ausstrahlen könnt.

Alles Alles Liebe und eine lange innige Aloah-Umarmung.
Goldene Weisheit Fliege